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Derbyerfolg für Shoshi-Team

St.Margrethens Marc Lütolf dirigierte aus dem defensiven Mittelfeld (Bilder: Ulrike Huber)
St.Margrethens Marc Lütolf dirigierte aus dem defensiven Mittelfeld (Bilder: Ulrike Huber) Bild: Ulrike Huber
Der FC Rheineck bleibt auf der heimischen Stapfenwis beim 0:2 gegen die direkten Dorfnachbarn vom FC St.Margrethen wieder punktelos.

Es ein zähes Jahr für den FC Rheineck. Eine seltsame, ja geradezu unverständliche Saison. Denn aufgrund der zweifellos vorhandenen Qualität des grossteils routinierten Kaders müssten die Stapfenwiser eigentlich im Mittelfeld der 2. Liga mithalten können. Stattdessen ziert man auf dem vorletzten Platz die Abstiegszone, nur die glücklosen Altstätter hinter sich, die aber am Sonntag noch punkten könnten.

Es war ein klassisches Derby, bei dem jeder Ball heissumkämpft war. Bild: Ulrike Huber

Auf Augenhöhe mitgespielt

Auch das Derby gegen die Kollegen vom FC St.Margrethen reihte sich nahtlos in die bisherigen Saisonvorstellungen der Giger-Schützlinge. Lange Zeit auf Augenhöhe mitgespielt, zeitweise auf dem Feld sogar die überlegene Mannschaft, aber vor dem gegnerischen Tor mehr als harmlos. Die beiden Offensivkräfte Ernis Spahiu und Flamur Bojaxhi hatten nie Bindung zum Mittelfeld. Während die Heldsberger, angeführt von Spielertrainer Besart Shoshi, der wie ein Turm in der Brandung in der Abwehr stand, ein ums andere Mal mit langen Pässen oder schnellem Umschaltspiel auf ihre beiden Stürmer Liridon Maliqi und Marko Zdravkovic gefährlich wurden.

Der Rheinecker Abwehrchef Allessandro Chiarello klärt wuchtig vor dem anlaufenden Rijad Abazi. Bild: Ulrike Huber

Torsperre kurz vor Halbzeit gebrochen

So war es dann auch Zdravkovic, der fünf Minuten vor Halbzeit die bis dahin bestandene Torsperre brach, mit einem langen Pass aus der eigenen Spielhälfte auf der rechten Seite lanciert wurde, schräg nach innen abbog und vom äusseren Sechzehner aus vollem Lauf eine unhaltbare Granate links am gut spielenden Rheinecker Torwart Cedric Tscherne vorbei einschoss.

Flamur Maliqi (li.) und Kushtrim Hajrullahu (in den blauen Dresses) versuchen den FCSM am Vorwärtsgang zu hindern. Bild: Ulrike Huber

Rheineck wollte sein Glück erzwingen

In der zweiten Spielhälfte agierten die Stapfenwiser aktiv und offensiv, konnten sich aber wie bereits erwähnt nicht viele torreife Chancen erspielen. Gegen Ende der Partie stand Rheineck höher und höher und wollte sein Glück, ein Remis und wenigstens einen Punkt erzwingen. Was nicht gelang, denn der eingewechselte Nurkan Ibrahimi führte nach Rheinecker Mittelfeldballverlust einen Konter, hatte mit Imeri Florent nur mehr einen Gegenspieler, der zudem im entscheidenden Moment auf dem noch regendurchtränkten Geläuf ausrutschte. Ibrahimi behielt vor Goalie Tscherne die Ruhe und setzte das Leder überlegt zum 2:0 in die Maschen. Was gleichzeitig die Entscheidung war. Denn schliesslich zeigte die Matchuhr bereits die dritte Minute der Nachspielzeit an.

Grössere Cleverness entscheidet

Letztlich gewann der FC St.Margrethen dieses typische, äusserst unterhaltsame und bis zuletzt spannende Derby, das von vielen Zweikämpfen an der Grenze zur Unfairness geprägt war, aufgrund seiner grösseren Cleverness.

 

Matchtelegramm 03.10.2020

2. Liga Gruppe 1

FC Rheineck - FC St.Margrethen 0:2 (0:1)

Stapfenwis, 140 Zuschauer, SR Leonard Lekaj (gut)

Tore: 39. Zdravkovic 0:1, 90.+3. Nurkan Ibrahimi 0:2.

FC Rheineck: Tescherne; Kushtrim Hajrullahu (61. Blendard Ibrahimi), Chiarello, Flamur Maliqi (86. Lleshi), Vasic; Imeri, Aliu, Blerim Ibrahimi (61. Baumann), Lendim Ibrahimi; Spahiu, Bojaxhi (61. Bucheli).

FC St.Margrethen: Staudacher; Sinani, Shoshi, Forgia (84. Eris), Axhija; Lütolf, Cetinkaya, Abazi (71. Sarac), Shala (61.Nurkan Ibrahimi); Zdravkovic (88. Lotrim Hajrullahu), Liridon Maliqi.

Gelbe Karten:  34. Shala (Reklamieren), 49. Axhija, 55. Spahiu, 71. Liridion Maliqi, 80. Forgia, 90. Lotrim Hajrullahu (alle wegen Foulspiels).

 

 

1. FC Romanshorn 1 6 5 0 1 (7) 19 : 7 15  
2. FC Rorschach-Goldach 17 1 6 4 2 0 (15) 20 : 6 14  
3. FC Ruggell 1 6 3 2 1 (13) 10 : 6 11  
4. FC Mels 1 5 3 1 1 (21) 16 : 8 10  
5. FC St. Margrethen 1 6 2 2 2 (10) 10 : 10 8  
6. FC Montlingen 1 5 2 1 2 (10) 12 : 12 7  
7. US Schluein Ilanz 1 5 2 1 2 (15) 8 : 13 7  
8. FC Arbon 05 1 6 1 3 2 (30) 10 : 15 6  
9. FC Vaduz 2 5 1 2 2 (8) 8 : 10 5  
10. FC Au-Berneck 05 1 5 1 2 2 (13) 4 : 8 5  
11. FC Rheineck 1 6 0 2 4 (17) 4 : 18 2  
12. FC Altstätten 1 5 0 0 5 (14) 6 : 14 0  

gmh/uh
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