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Leserbrief
Heerbrugg
08.01.2025
09.01.2025 18:39 Uhr

«Bedenken zur geplanten Windkraftanlage der SFS»

Visualisierung der Windenergieanlage auf dem Firmengelände der SFS Group Schweiz AG, Heerbrugg
Visualisierung der Windenergieanlage auf dem Firmengelände der SFS Group Schweiz AG, Heerbrugg Bild: SFS Group Schweiz AG
Und noch ein Leserbrief rund um die geplante SFS-Windkraftanlage. Diesmal von Guido Vetsch. Er spricht sich gegen die Anlage aus.

Vor einiger Zeit flatterte in alle Haushaltungen in Au und Heerbrugg die Ankündigung für eine Informationsveranstaltung betreffend die von SFS geplante Windkraftanlage. Beigelegt war ein «Werbeflyer», der der Bevölkerung von Au-Heerbrugg das Windrad schmackhaft machen soll.

Eckpunkte des Flyers:

Leuchtturmprojekt im Rheintal: Fortschrittlich, innovativ, zukunftsgerichtet, weitsichtig, nachhaltig. Dieses Monsterwindrad ist weder innovativ noch nachhaltig. Während die Beton- und Metallteile wie Turm und Generator sich recht einfach verwerten lassen, sind die aus Kunststoffen gefertigten Rotorblätter eine echte Herausforderung: Sie enthalten Gifte (Quelle: www.geo.de/natur/oekologie/5704-rtkl-technik-wie-entsorgt-man-windradfluegel).

Sinken die Immobilienpreise?

Regionale Energiesicherheit durch dezentrale Energieversorgung sichern. Energieunabhängigkeit durch hohe Eigenproduktion bewahren. SFS weiss, dass das nicht stimmt. Laut Machbarkeitsstudie beträgt die Windgeschwindigkeit in diesem Gebiet gerade mal 4,05 m/s. Woher soll also die «hohe Eigenproduktion» kommen? (…)

Positive wirtschaftliche Entwicklung weiter fördern. Tiefe Steuerlast und überdurchschnittlich steigende Immobilienpreise dank innovativer Firmen. Diese Aussage stimmt bei Weitem nicht. Laut Studie vom HEV Winterthur sinken die Immobilienpreise in der Umgebung einer WKA signifikant (Einfluss von Windenergieanlagen auf Immobilienpreise – HEV Region Winterthur (hev-winterthur.ch).

Wird das Mikroklima verändert?

Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft wahrnehmen. Unseren Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiestrategie 2050 des Bundes leisten. WKA werden als das Nonplusultra des Klimaschutzes gepriesen. Das Gegenteil ist der Fall.

Veränderungen des Mikroklimas, Bodenverdichtung, Lärm, Schattenwurf (Stroboskopeffekt), Infraschall usw. werden mit keinem Wort erwähnt! www.deutsche-wirtschafts.nachrichten.de. SFS verweist immer nur auf die Zukunftsfähigkeit der WKA, nirgends wird jedoch davon gesprochen, dass dies zulasten der Bevölkerung geht!

Guido Vetsch, 9434 Au

Die in Leserbriefen geäusserten Meinungen und Ansichten müssen nicht mit jenen der Redaktion übereinstimmen. Wir behalten uns vor, Leserbriefe zu kürzen, insofern sie dadurch inhaltlich nicht verändert werden. Für den Inhalt von Leserbriefen haftet der Autor des Schreibens.

Redaktion rheintal24

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