In den USA kommen kurz vor der Präsidentschaftswahl negative Signale vom Arbeitsmarkt: Im Oktober kamen lediglich 12'000 neue Jobs hinzu. Das lag offenbar auch am Hurrikan «Milton» und dem Streik bei Boeing. Im September waren nach revidierten Daten noch 223'000 neue Stellen entstanden. Die Zunahme in der grössten Volkswirtschaft im August und September wurde zudem deutlich nach unten revidiert, um insgesamt 112'000 Stellen.
Die Konjunkturerholung in der Schweiz stottert. Das von der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH erhobene Barometer ist im Oktober um satte 5.0 Zähler auf 99.5 Punkte gefallen.
Auch der Schweizer Arbeitsmarkt kühlt sich deutlich ab. Die Vermittlung von Stellen ist im dritten Quartal 2024 deutlich zurückgegangen. Im Dauerstellen-Geschäft haben sich die Umsätze der Personaldienstleister von Juli bis September im Vergleich zu 2023 um knapp 26 Prozent reduziert. Damit ist das Minus nochmal grösser als im Vorquartal (-20.8 Prozent).
Die Inflation in Deutschland ist im Oktober überraschend gestiegen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um durchschnittlich 2.0 Prozent im Vergleich zu 2023. Ökonomen hatten nur mit einer Teuerungsrate von nur 1.8 Prozent gerechnet. Im September war sie mit 1.6 Prozent noch auf den tiefsten Stand seit rund dreieinhalb Jahren gesunken. Auch in der gesamten Eurozone stieg im Oktober die Inflationsrate auf 2.0 Prozent.
Bezüglich Preise in der Schweiz: Im Gegensatz zur EU ist die Inflation auf tiefstem Stand seit Juni 2021, im Oktober bei 0.6 Prozent. Benzin, Diesel und Gemüse sind billiger geworden, Kleider und Schuhe teurer.
Die Stromversorgung für diesen Winter 2024-2025 dürfte gesichert sein. Die Behörden sind zuversichtlich, dass die Schweiz genügend Strom haben wird. Auch dank neuer «virtueller Reservekraftwerke» (Notstromaggregate von Firmen).