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Heerbrugg
30.06.2024

Hopp Schwiiz und Olé-Olé!

Wohl an die vierhundert Fans waren beim Public Viewing im Blattacker-Pavillon
Wohl an die vierhundert Fans waren beim Public Viewing im Blattacker-Pavillon Bild: Gerhard Huber
In einem wohl als historisch zu bezeichnenden Spiel hat unsere Fussball-Nati das vermeintlich übermächtige Italien mit 2:0 bezwungen und steht damit im Viertelfinale der EM. Eine heroische Leistung, die den Blattacker-Pavillon in Heerbrugg zum Beben brachte.

Da war was los. Geschätzt an die vierhundert Fans feierten beim Public-Viewing im Pavillon Blattacker in Heerbrugg ihre Helden. Ihre Natispieler, die uns allen mit ihrem Match gegen Italien den Glauben an einen leidenschaftlichen und nicht nur von Geld bestimmten Fussball zurückbrachten.

Bild: Gerhard Huber

Akustische Hölle

Und wie die Fans abgingen. Schon um fünf Uhr, also eine Stunde vor Spielbeginn, war der Pavillon praktisch voll. Aufwärmen war angesagt. Und so hallten schon bald lautstarke «Hopp Schwiiz»-Rufe durch Heerbrugg. Nach der Nationalhymne gab es bereits den ersten lauten Applaus. Und mit dem Anpfiff brach die akustische Hölle los. Jede Aktion, ob von der Schweiz oder Italien, jeder Pfiff des Schieris wurde lauthals kommentiert.

Bild: Gerhard Huber

Ja, die Zuschauer machten grosse Augen über die Art und Weise, wie ihre fussballenden Lieblinge das Spiel gegen die eigentlich doch favorisierten Italiener bestimmten. «Die beste Nati, die man je gesehen hat!», war immer wieder zu hören. Und den etwa dreissig Besuchern, die mit ihren blauen Trikots signalisierten, dass sie zu den Tifosi, also zu den Fans der Italienischen Mannschaft gehörten, schliefen langsam die Gesichter ein.

Bild: Gerhard Huber

Erste Fangesänge

Nach rund zwanzig Minuten kamen im Blattacker erste Olé-Olé-Fangesänge auf. Abgelöst vom masslosen Entsetzen, als nur wenige Minuten später Breel Embolo alleine auf Goalie Donnarumma zuläuft, den Ball aber nicht im Torkasten unterbringen kann. Doch dann war es soweit. Als Remo Freuler den Führungstreffer zum 1:0 erzielte, war der Jubel grenzenlos.

Bild: Gerhard Huber

Genauso grenzenlos das Tollhaus im Pavillon Blattacker, als Ruben Vargas dann gleich nach Wiederbeginn sogar das 2:0 erzielte. Und hinten hatten die Schweizer Beton angerichtet. Die Azzurri wussten sich kein Mittel, um die eidgenössische Verteidigung auszuhebeln und scheiterten in Serie. Und auch diese Abwehraktionen wurden lautstarkt bejubelt. So lautstark, dass es mit Sicherheit noch im fernen Berlin, wo die Partie gespielt wurde, zu hören war.

Wir sagen Danke

Die Schweiz und Heerbrugg jubeln. Und sagen unseren Natispielern Danke. Für den Spass, den sie uns mit ihrer geradlinigen Art zu spielen und ihrer aufopferungsvollen Leidenschaft bereitet haben. Und einen Riesendank an die Fans, die überall in der Eidgenossenschaft mitgefiebert haben. Und die in der Nacht zum Sonntag dieselbe zum Tag gemacht haben. Fröhlich, friedlich, feierlustig. Wie auch diesmal wieder im Blattacker-Pavillon.

 

rheintal24/gmh
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