Der Musikverein Berneck hatte zu einem vergnüglichen Abend mit den Oberkrainern der Hauskapelle Avsenik geladen. Und über vierhundert begeisterte Musikfans waren in die Mehrzweckhalle Bünt in Berneck gekommen. Um zu den Musikstücken zu klatschen, zu schunkeln oder zu tanzen.
Mit Polka und Walzer durch den Abend
Vergnüglicher Abend
«Wir freuen uns, diesen Abend für sie organisieren zu dürfen», begrüsste Musikvereins-Präsident Philipp Färber die Besucher, die aus der ganzen Deutschschweiz und aus dem benachbarten Ausland angereist waren, um einen vergnüglichen Abend mit ihrer Lieblingsmusik zu erleben.
Bereits zum sechsten Mal wurde dieser Oberkrainer-Abend veranstaltet. Für die ersten fünf Konzerte zeichnete der Oberkrainerklub Berneck verantwortlich. So flocht auch Kurt Schmidheiny als dessen Vertreter den jungen Musikanten ein Kränzchen. «Die Jungen machen es besser.» Und stellte dann die fünf Musikanten, zwei Sängerinnen und den Sänger der Hauskapelle Avsenik einzeln vor.
Echte Volksmusik
Gespielt wurde in der klassischen Instrumentierung mit Gitarre, Trompete, Klarinette, Handorgel und Bass. Begleitet von zwei- oder dreistimmigem Gesang. Echte Volksmusik im Stil des legendären Slavko Avsenik.
Die «Hauskapelle Avsenik», deren Gründer Marjan Legat, Slavko und Gregor Avsenik sind, wurde im Jahr 1999 unter dem Namen «Hauskapelle Jožovc» gegründet. Dieses Musikgruppe sollte im Mehrzwecksaal Pod Avsenikovo marelo (unter dem Schirm von Avsenik) die Polkas und Walzer von Slavko Avsenik spielen, die Gäste mit Musik unterhalten und verwöhnen.
Ausgezeichnete Interpretation
Wegen der höheren Erkennbarkeit des Ensembles wurde der Name in «Hauskapelle Avsenik» umgenannt. Das Ensemble konnte sich schon von Anfang an mit einer ausgezeichneten Interpretation der Musik von den Brüdern Avsenik rühmen, was es ihnen ermöglichte, im Haus der Familie Avsenik die Musik von Slavko zu spielen. Heute tritt die Hauskapelle Avsenik nicht nur in Slowenien auf, sondern ist auch oft im Ausland zu hören.
Freilich waren am Samstag in Berneck keine musikalischen Meisterwerke zu erwarten. Keine verzopften Melodiebögen, keine überraschenden Improvisationen. Sondern ganz einfach gute, fröhliche und Laune machende Volksmusik. Mitreissende Polkas und melodiöse Walzer.
Dass diese Musik nicht nur ins Herz, sondern auch in die Beine geht, war zu sehen, als bereits beim dritten Lied die Tanzfläche gestürmt und bis zum Ende des Konzerts nicht mehr verlassen wurde. Wobei zahlreiche Tänzerinnen und Tänzer auch stilgerecht in slowenischer Tracht gekleidet waren.
So wurde bis spät in den Abend hinein getanzt und gefeiert. Unterbrochen nur von kurzen Pausen, die sich die unermüdlichen Musiker dann doch nehmen mussten. Pausen, die von den genauso unermüdlichen Tänzern genutzt werden konnten, um bei den aufmerksamen Mitgliedern des Musikvereins, die für den Service sorgten, Getränke- und Essensnachschub zu bestellen.