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Region Rheintal
02.10.2023

Riesiges Interesse an Referat und Podium des Palliative Forums Rheintal

Acht Fachpersonen sprachen unter der Leitung des Moderators Martin Bürki (Mitte) über ihre Erfahrungen aus dem Berufsalltag und beatworteten Fragen aus dem Publikum.
Acht Fachpersonen sprachen unter der Leitung des Moderators Martin Bürki (Mitte) über ihre Erfahrungen aus dem Berufsalltag und beatworteten Fragen aus dem Publikum. Bild: PD
Raoul Pinter, Ärztlicher Leiter Palliative Care der Spitalregion Rheintal-Werdenberg-Sarganserland, arbeitet im Spital Altstätten hauptsächlich mit schwerkranken Patienten. Wie sich das anfühlt, was ihn dabei fordert, aber auch zufrieden macht, darüber sprach er kürzlich an einem Anlass mit Podium im Altstätter Pfarreiheim.

Dazu eingeladen hatte das Palliative Forum Rheintal, das von einem regelrechten Publikums-Ansturm überrascht wurde. Für die rund 90 Interessierten mussten gar zusätzliche Stühle organisiert werden. Nachdem Irma Looser vom Kernteam des Palliative Forums Rheintal die Anwesenden begrüsst hatte, übergab sie das Wort an Raoul Pinter, der sein eindrückliches Referat zum Thema «Die Macht der Prioritäten. Bevor ich sterbe, möchte ich...», hielt.

Er ging in diesem eben der Frage nach, was todkranke Patienten in ihren letzten Wochen oder Monaten, in denen sie noch leben, wirklich noch möchten. Und er berichtete aus Erfahrung, dass es dabei enorm unterschiedliche Wünsche und Vorstellungen gebe – auch zwischen Ärzten und Kranken - und dass die Prioritäten eben nicht immer gleichgesetzt sind. Für ihn als Palliativarzt sei allerdings immer das Ziel, für seine Patienten und deren Familienangehörigen und Freunde eine passende Lösung zu finden.

Pinter hielt zudem fest, dass seiner Erfahrung nach die meisten Patienten nach Möglichkeit nicht im Spital bleiben wollen, sondern möglichst bis zum Ende ihres Lebens Daheim oder an einem Ort ihrer Wahl sein möchten. Damit dies ermöglicht werden kann, braucht es viel Unterstützung. Und diese gibt es im Rheintal anhand von verschiedenen Institutionen, Organisationen und Vereinen. Gleich mehrere Vertreterinnen von diesen stellten sich und ihr Angebot an der anschliessenden Podiumsdiskussion den Anwesenden vor und standen für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Es war ein Anlass, der auf grosses Interesse stiess, bei dem ein reger Austausch und zum Schluss auch die Geselligkeit gepflegt wurde.

red/rheintal24
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