Kilbi in Kriessern. Das heisst, dass das ganze Dorf auf den Beinen ist. Dass die Kriessener und viel weitere Rheintaler zwischen den beidseitig aufgestellten Marktständen flanieren. Dass man viele «Hoi» und «Hopp» hört. Und dass die Geselligkeit gross geschrieben wird.
Eine Kilbi für die Geselligkeit
Für Glühwein noch zu warm
Denn so manche gemütliche Ad-hoc-Beiz lockt zum Verweilen und zum Schwätza und Schnadara mit alten oder noch jungen Bekannten. Zum Lüpfen eines Bierchens oder eines sonstigen Getränks. Für Glühwein war es allerdings noch zu warm, denn die Kriessener hatten wohl ein gutes Wort bei Petrus eingelegt, damit dieser die Sonne vom beinahe wolkenlosen Himmel strahlen liess.
So traf man sich bei den Turnern im STV-Beizli oder bei der Feuerwehr im Brandhus Kriessern, in der Sängerlaube oder beim MG Kriessern, wo die Jugendmusik aufspielte. Gute Laune und die pure Gemütlichkeit waren an allen diesen Standorten garantiert.
Und während Mami und Papi das eine oder andere Becherchen oder Gläschen schütteten, konnte sich der hoffnungsfrohe Nachwuchs bei den Fahrgeschäften vergnügen. Von denen es zwei an der Zahl gab. Beim historischen Kinderkarussell hatten die Kleinen ihren Spass.
Video: Ulrike Huber
Magenempfindlichkeit und Schwindelfreiheit
Die schon ein wenig Älteren, die ihre Magenempfindlichkeit und ihre Schwindelfreiheit austesten wollten, nahmen im «Octopus» Platz. Einer gefährlich aussehenden Rundschleuder mit Doppel-Karussell-Effekt. Lange Arme, die sich heben und senken, die sich drehen und an denen wiederum sich drehende kleine Gefährte befestigt sind. Wem da nicht schon vom Zusehen schlecht wird, der hält viel aus...
Wer an diesem sonnigen Tag wohl das bessere Geschäft gemacht hat? Marroni- oder Eisverkäufer? Ganz klar die Eisverkäufer. Bei zwanzig Grad plus will noch niemand Marroni essen. Wer noch da war? Selbstverständlich der Scharfe Sultan mit seinen Gewürzen. Unmittelbar neben den Zuckerdealern, die versuchten, ihr Magenbrot, ihre gebrannten Mandeln oder ihre Zuckerwatte an den Mann oder die Frau zu bringen.