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Widnau
01.08.2023

«Das Volk hat das letzte Wort in unserem Land»

Festredner Regierungsrat Beat Tinner mit Gastgeber Gemeindepräsident Bruno Seelos
Festredner Regierungsrat Beat Tinner mit Gastgeber Gemeindepräsident Bruno Seelos Bild: Ulrike Huber
Aufgrund der schlechten Witterung wurde die Bundesfeier in Widnau vom Badi in die Aegetenhalle verlegt. Etwa dreihundert Besucher waren gekommen, um bei einem kleinen Frühstück der Festrede von Regierungsrat Beat Tinner zuzuhören.

Etwa dreihundert Widnauerinnen und Widnauer hatten sich in der Aegetenhalle versammelt, um über Einladung der politischen Gemeinde gemeinsam die Eidgenossenschaft zu feiern und hochleben zu lassen. An und für sich findet diese jährliche Bundesfeier in der Widnauer Badi statt, was diesmal aber vom Wettergott verhindert wurde. So bereitete die Badi-Belegschaft eben in der Halle das Frühstücksbuffet zu.

Die MG Konkordia Widnau sorgte für die musikalische Umrahmung Bild: Ulrike Huber
Bild: Ulrike Huber

Erste Ansprache im Amt

Die MG Konkordia Widnau sorgte mit ihrer musikalischen Umrahmung gleich einmal für gute Stimmung. Bruno Seelos hielt eine erste Ansprache als noch frisch im Amt befindlicher Gemeindepräsident. Und nutzte diese, um als «neuer Kapitän auf dem Gemeindeschiff» einen kurzen Überblick über das Gemeindegeschehen zu geben. Dabei durfte er die Bevölkerung zur Eröffnung des neuen Alten- und Pflegezentrums Zehentfeld am 12. August einladen.

Gemeindepräsident Bruno Seelos lud die Widnauerinnen und Widnauer zur Eröffnung des Alten- und Plegezentrums Zehentfeld am 12.08. ein Bild: Ulrike Huber

Was den Gemeinderat und die Verwaltung sonst derzeit intensiv beschäftigt? Die Arbeit am neuen Zonenplan, der im Frühling aufgelegen ist, wird sich im Herbst mit den erfolgten Einsprachen beschäftigen. Eine Projektgruppe befasst sich derzeit mit der strategischen Fortentwicklung des Schulwesens der Gemeinde. «Und wir müssen uns mit der im Herbst bevorstehenden Abstimmung über die Errichtung einer neuen Kunsteisbahn beschäftigen.» Wobei aber für die kommende Eissaison noch Investionen in die bestehende Anlage notwendig seien, damit diese überhaupt noch betrieben werden dürfe.

Regierungsrat Beat Tinner: «Die Schweiz ist im Wandel» Bild: Ulrike Huber

Zusätzliche Regulierungen und unnötige Ausgaben

Als Festredner konnten die Widnauer Regierungsrat Beat Tinner gewinnen. Der in seiner Ansprache der direkten Demokratie ein Kränzchen wand. «Ich bin froh, dass unser Stimmvolk im Kanton beziehungsweise in unserem Land das letzte Wort hat!» Denn die direkt Demokratie klopfe den Politikern regelmässig auf die Finger. «Gerade wenn es um zusätzliche Regulierungen oder unnötige Ausgaben geht.»

Die Besucher konnten sich bei einem feinem Frühstück über das Gemeindegeschehen austauschen Bild: Ulrike Huber

Zu einer Bundesfeier gehört derzeit auch das Thema der Neutralität. Hier habe die Schweiz als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg im Sinne ihrer humanitären Tradition vielen schutzsuchenden Ukrainerinnen und Ukrainern Platz geboten, sagte Beat Tinner. «Daneben stellt sich für die Schweiz die Frage, wie sie die Neutralität auslegen soll, insbesondere mit Blick auf Sanktionen und die Lieferung von Kriegsmaterial. Kritik an der Schweiz kam diesbezüglich jedenfalls von beiden Lagern, was wahrscheinlich ein gutes Zeichen ist, wenn sich mich fragen.»

Traditionell wurde gemeinsam der eidgenössische Psalm angestimmt Bild: Ulrike Huber

Der mit grossem Beifall bedachten Ansprache lauschten auch die beiden Kantonsräte Alexander Bartl und Peter Nüesch, sowie die Gemeinderäte Werner Barmettler, Stefan Sieber, Yvette Werner und Gemeindeschreiberin Katja Hutter.

rheintal24/gmh/uh
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