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Region Rheintal
10.07.2023
10.07.2023 09:39 Uhr

Tragschrauberabsturz in Bodensee - Passagiere in Sicherheit

Der Tragschrauber konnte noch Sonntagabend geborgen werden
Der Tragschrauber konnte noch Sonntagabend geborgen werden Bild: Maurice Shourot
Sonntagnachmittag gegen 15 Uhr ist vor dem Harder Seeufer ein Tragschrauber mit zwei Passagieren auf dem Bodensee notgelandet. Beide konnten unverletzt aussteigen und wurden von Privatbooten aufgenommen und ans Ufer gebracht.

Am Sonntag wurde die Polizei gegen 15.00 über einen Hubschrauberabsturz vor der Bregenzer Achmündung in den Bodensee informiert. Die Wasserpolizei, Feuerwehr und die Wasserrettung fuhren sofort zum Unglücksort, Planquadrat 5264. Die Befragungen von Auskunftspersonen ergaben, dass ein Tragschrauber (Gyrocopter) offensichtlich im langsamen Sinkflug auf dem Bodensee aufschlug.

Unverletzt geborgen

Die beiden deutschen Insassen wurden von Privatbooten geborgen. Sie blieben unverletzt. Das Fluggerät startete vom Flughafen Friedrichshafen (D). Der Tragschrauber liegt in einer Tiefe von ca. 35 m und soll so bald als möglich geborgen werden. Die Rettungsaktion wurde um 15.30 Uhr beendet. Die Ursache des Absturzes ist noch nicht bekannt. Die notwendigen flugtechnischen Untersuchungen werden nach der Bergung des Luftfahrzeuges durch die Luftfahrt-Experten vorgenommen werden.

Sowohl beim Piloten als auch beim Passagier handelt es sich um 25-jährige Männer aus Süddeutschland. Sie starteten vom Flughafen Friedrichshafen und wollten zum Flugplatz Weissenhorn bei Ulm fliegen. Laut Angaben des Piloten sei es über dem Bodensee im Zuge eines Flugmanövers zu einem Leistungsverlust der Antriebsmaschine gekommen. Der Pilot habe daraufhin eine kontrollierte Notlandung auf dem Bodensee durchgeführt.

Gyrokopter geborgen

Nach der Rettung der beiden unverletzten Männer durch Privatboote, sei der Tragschrauber gesunken. Der 300 kg schwere Gyrocopter wurde durch Taucher der Wasserrettung in einer Wassertiefe von 35 m lokalisiert. Die Bootsmannschaft des Feuerwehrbootes "Föhn" barg das Fluggerät und brachte es in den Hafen Hard. Weder die Staatsanwaltschaft Feldkirch noch die Luftfahrtbehörde "Austro Control" ordnete eine Sicherstellung des Luftfahrzeuges an. Der Tragschrauber wurde noch am Sonntagabend an den deutschen Besitzer übergeben.

 

Fact-Box

Ein Tragschrauber, auch Autogyro oder Gyrokopter genannt, ist ein Drehflügler. Anders als beim Hubschrauber wird hier jedoch der Rotor passiv durch den Fahrtwind in Drehung versetzt. Der Vortrieb wird durch ein Propellertriebwerk erzeugt. Im Gegensatz zum Hubschrauber ist weder Schwebeflug noch Steuerung auf der Stelle stehend möglich.

rheintal24/gmh/uh/vlpd
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