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Altstätten
22.06.2023

Altstätter Mordfall von 1852 wird untersucht

Der Grosse Gerichtsaal öffnet am Samstag, 24. Juni seine Türen.
Der Grosse Gerichtsaal öffnet am Samstag, 24. Juni seine Türen. Bild: pd
175 Jahre Bundesverfassung werden gefeiert: St.Gallen öffnet am Samstag, 24. Juni, die Türen des Regierungsgebäudes und Kantonsgerichts. Dabei würdigen Gericht und Staatsarchiv den aufsehenerregenden Mordfall aus Altstätten aus damaliger Zeit.

Einmal selber Regierungspräsidentin oder Regierungspräsident sein. Am Samstag, 24. Juni 2023 können Besucherinnen und Besucher das sonst nicht öffentlich zugängliche Regierungszimmer besichtigen und auf dem Stuhl des nächsten Regierungspräsidenten, Stefan Kölliker, Platz nehmen. Das ist einer von vielen Programmpunkten, die der Kanton am Tag der offenen Türen der Bevölkerung präsentiert.

Umfangreiche original Gerichtsakte

Im Grossen Gerichtsaal des Kantonsgerichts können interessierte Besucherinnen und Besucher hinter dicken Mauern auf die Untersuchungsakten des historischen Mordfalls aus Altstätten aus der Zeit der Bun­desstaatsgründung blicken.

Karl Josef Thür wollte den vermögenden «Sonderling» Jakob Ritter eigentlich nur ausrauben, aber dann trafen Thür und sein Opfer unglücklicherweise aufeinander und es kam zur Tö­tung von Ritter. Thür handelte wohl nicht zuletzt aus wirtschaftlicher Not. Er hatte eine schwere Jugend, in der er schon früh die Mutter verlor.

Der Historiker des Staatsarchiv Patric Schnitzer wird den damaligen Ablauf der Tat und des Verfahrens anhand ausgewählter Dokumente schildern, während Kantonsgerichtspräsident Patrick Guidon den Fall aus heutiger Sicht rechtlich würdigen und einordnen wird.

Damit sollen Besucherinnen und Besucher einen Eindruck erhalten, wie in jener Zeit gelebt sowie in Kriminalfällen ermittelt und geurteilt wurde. Zum Fall sind ein umfangreiches Gerichtsdossier sowie Originalzeichnungen des Hauses in Altstätten, wo der Mord geschah, als auch ein Portrait des Täters geblieben.

Original Portrait: Das Kantonsgericht würdigt am Tag der offenen Tür den aufsehenerregenden Mordfall aus Altstätten aus 1852. Bild: pd

Fröhliche Feierlichkeiten

Auf der Bühne der St.Galler Festspiele werden am Festakt Fahnenschwingerinnen und Fahnenschwingern aus allen Kantonen der Schweiz ihre Fahnen gekonnt durch die Lüfte wirbeln. Dazu wird Bundesrätin Karin Keller-Sutter die Gäste begrüssen. Auch kann sich die Bevölkerung mit den Mitgliedern der Kantonsregie­rung und dem Kantonsrat austauschen und deren Arbeitsräume besichtigen.

Und eine Gruppe von Künst­lerinnen und Künstlern wird die Besucherinnen und Besucher zu Zukunftsthemen befragen und daraus eine Zukunftsverfassung erstellen. Ausserdem gibt es historische Filme im Kino, einen Zeichenautomaten, der Zeichnungen nach Wunsch ausspuckt, einen Schnupperkurs im Fahnenschwingen und eine Kinder­krippe für die Kleinsten.

Freie Fahrt nach St.Gallen

Damit die Besucherinnen und Besucher aus dem ganzen Kanton die Möglichkeit für einen Besuch erhalten, ist die Hin- und Rückfahrt nach St.Gallen mit dem öffentlichen Verkehr für Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons kostenlos. Informationen zum Gratisticket und zum detaillierten Tagesprogramm finden Inte­ressierte unter www.sg.ch/offenetueren.

sir/pd
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