Früher gab es im Dorf nebst dem Sternen auch noch die Restaurants Linde und Ochsen, die aber bereits vor Jahren ihre Türen geschlossen haben. Nun ist der «Sternen» ebenfalls Vergangenheit. Die unmittelbar neben der Kirche gelegene Liegenschaft wurde von der Sternenblick AG mit den Geschwistern Jonathan und Valentina erworben.
Das in der Gemeinde die Runde machende Gerücht «Eröffnung eines Cafés» erwies sich als haltlos, und derzeit wird das Gebäude einem stilgetreuen Umbau zu einem Wohnhaus unterzogen.
Einst auch eine Bäckerei
Ab 1921 befand sich die Liegenschaft im Eigentum von Fräulein Bertha Sturzenegger. Neuer Besitzer wurde 1948 Josef Huwiler, der nebst dem Restaurant auch eine Bäckerei betrieb. «Die Aufgabe der Bäckerei erfolgte Anfang der 1960er Jahre», erinnert sich alt Gemeindehauptmann Arthur Sturzenegger.
Dann gaben sich in rascher Folge verschiedene Eigentümer die Klinke in die Hand. In der Zeit von 1965 bis 1967 verkam das Haus zum Spekulationsobjekt, und Namen wie Arnold Walser, Gäbris-Immobilien, Ernst Jung und Conrad Lutz prägten diese kurze Epoche als Eigentümer und Verkäufer.
Ära Fischli und Sigrist
1968 erwarb Hedwig Fischli-Marti die Liegenschaft, und als seinerzeitige fahrende Köchin für SBB-Geleisearbeiter fühlte sie sich im Kreise ihrer Rüütiger Gäste wohl. Sie verstarb 1983, und im selben Jahr ging der «Sternen» an Theodor Sigrist-Honegger über. Dessen Gattin Silvia führte nun die heimelige Dorfwirtschaft, und gleichzeitig engagierte sie sich als Vorstandsmitglied im Vorderländer Wirteverband.
Später folgte die Führung als Asia-Restaurant, und ab 2011 wirtete Wolfgang Müller aus Rebstein im Sternen. Bereits vor Jahren aber kam es zur Schliessung des Restaurants. 2021 erfolgte der Verkauf an die erwähnte Aktiengesellschaft und zu einer Neubelebung des Gebäudes als Wohnhaus.