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23.05.2023

«Brötle» statt Einkehren am Witzwanderweg

Bei Witzweg-Wanderern erfreut sich der Rastplatz mit Feuerstelle am romantischen Klusbach grosser Beliebtheit.
Bei Witzweg-Wanderern erfreut sich der Rastplatz mit Feuerstelle am romantischen Klusbach grosser Beliebtheit. Bild: Peter Eggenberger
Derzeit sind die Einkehrmöglichkeiten entlang des Appenzeller Witzwegs stark eingeschränkt. Als beliebte Rastorte bewähren sich deshalb die Feuerstellen, die vom Gemeindebauamt Wolfhalden «im Schuss» gehalten werden.

Zum 30-Jahr-Jubiläum des 1993 eröffneten Witzwanderwegs wird die oft als «Schweizer Nabelschnur des Humors» bezeichnete Lachroute von Grund auf neugestaltet. Investiert werden rund 1,3 Millionen Franken, wobei die Ausführung vom Team Appenzellerland Tourismus AR begleitet und koordiniert wird.

Der Witzweg machte das Kulturgut «Appenzeller Witz» auf breiter Basis bekannt, was zur Aufnahme auf die vom Bundesamt für Kultur geführte Liste der lebendigen Schweizer Traditionen führte.

Löwenanteil in Wolfhalden

Zum grössten Teil verläuft der originellste Pfad der Schweiz auf dem Gemeindegebiet von Wolfhalden. Hier ist derzeit die direkt am Weg gelegene «Krone» geschlossen. Weiter ist die «Harmonie» Wanderern nicht zugänglich, und die Besenbeiz im Högli wurde bereits vor längerer Zeit aufgehoben.

Von Dienstag bis Samstag ist einzig im Café-Bäckerei Hecht im Ortszentrum eine Einkehr möglich. Ob eine geplante, direkt am Witzweg gelegene Besenbeiz realisiert werden kann, ist derzeit noch offen.

Romantik an zwei Bächen

Grossen Stellenwert haben deshalb die beiden grossen, vom Gemeindebauamt mit Werner Schmid und Markus Glättli regelmässig gewarteten Feuerstellen am Klus- und am Eichenbach, wo auch Toiletten zur Verfügung stehen.

«Die grosse Mehrheit der Wanderer verhält sich absolut anständig. Einzig die Witztafeln haben ab und zu als Zielscheiben für Steinwürfe herzuhalten, sodass die eine oder andere Glasscheibe ersetzt werden muss. Aber mit der Erneuerung des Wegs wird auch dieser Bereich verbessert», sagt Bauamtsleiter Werner Schmid.

pd/rheintal24
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