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09.05.2023

Museumseröffnung Wolfhalden mit illustren Gästen

Ernst Schläpfer, Peter Eggenberger, Ernst Züst, Alfred Stricker und Gemeindepräsident Gino Pauletti sitzen im Witzstübli des Museums Wolfhalden.
Ernst Schläpfer, Peter Eggenberger, Ernst Züst, Alfred Stricker und Gemeindepräsident Gino Pauletti sitzen im Witzstübli des Museums Wolfhalden. Bild: Isabelle Kürsteiner
Am vergangenen Sonntag eröffnete das Museum Wolfhalden im Beisein von Regierungsrat Alfred Stricker die zwei Sonderausstellungen «30 Jahre Witzwanderweg» und «Nähmaschinen».

Erstmals begrüsste Eugen Schläpfer zur Museumseröffnung, im Speziellen Regierungsrat Alfred Stricker. Sein Dank ging an Ehrenpräsident Ernst Züst, der das Ortsmuseum als seine Lebensaufgabe gesehen und deshalb sehr viele interessant Sachen zusammengetragen habe. 300 der gesammelten Stücke wurden bereits im Auftrag des Amts für Kultur katalogisiert, weitere werden folgen.

Auch Witzwanderweg-Maskottchen Söndi besuchte die Eröffnung des Museums Wolfhalden und traf dort Alfred Stricker. Bild: Isabelle Kürsteiner

Witzwanderweg und Nähmaschinen

Derzeit beherbergt das Ortsmuseum neben den vielen spannenden Gegenständen, die Einsicht in das frühere Leben im Appenzeller Vorderland geben, auch zwei Sonderausstellungen. Nähmaschinen geben Einblicke in das Zeitalter der textilen Verarbeitung ohne Elektrifikation. Die Ausstellung kam dank der guten Seele des Museums Christine Schläpfer zustande.

Die zweite Spezialausstellung widmet sich dem Jubiläum des Witzwanderwegs. Dessen Initiator Peter Eggenberger erinnerte an seine Mitstreiter Kurhaus-Bad Direktor Arthur Brunner, Verkehrsvereinspräsident Peter Baer und Witzologe Ruedi Rohner. Dann gab er Einblicke in das Entstehen des Appenzeller Witzes. Es sei wie der Kampf von David gegen Goliath, wobei der angeblich Schwächere gewinne. Autoritäten würden vom Sockel gehoben. Dies seien Personen aus dem Militär, der Politik, aber auch Pfarrer, Polizisten sowie Lehrer und nicht zuletzt Frauen, da sie im Appenzellerland das Innen-, Bildungs- und vor allem das Finanzministerium der Familie führten.

Regierungsrat Alfred Stricker lobte den 43-jährigen Einsatz von Ehrenpräsident Ernst Züst. Bild: Isabelle Kürsteiner

Regierungsrat dankte Ernst Züst

Alfred Stricker betonte, dass jeder und jede die Fähigkeit über sich selber zu lachen nicht verlieren oder wieder finden sollte. Es gelte, sich nicht zu wichtig zu nehmen. Ein Witz könne eine Botschaft fein oder gar vorerst im Versteckten bestens transportieren. Dann galt sein Dank an und seine Achtung vor Ehrenpräsident Ernst Züst. Er habe einen wertvollen Teil seines Lebens ins Museum investiert und voller Leidenschaft wie auch aus Überzeugung mehr als andere getan. Gleichzeitig sei er bereit, dieses Kulturgut nach 43 Jahren weiterzugeben. Zum Schluss endete er mit den Worten: «Je besser man die Vergangenheit kennt, desto besser gelingt es, die Zukunft zu gestalten.»

Das Museum Wolfhalden ist wöchentlich am Sonntag von 10-12 Uhr geöffnet. Auf Anmeldung werden von Ernst Züst und Eugen Schläpfer Führungen durchgeführt.

  • Peter Eggenberger begeisterte mit seiner Lesung aus seinem neusten Werk „Der Appenzeller Witz“, so auch Regierungsrat Alfred Stricker (rechts). Bild: Isabelle Kürsteiner
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  • Gemeindepräsident Gino Pauletti dankte Peter Eggenberger für die verschiedenen interessanten Stücke zur Sonderausstellung 30 Jahre Witzwanderweg. Bild: Isabelle Kürsteiner
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  • Eine Sonderausstellung befasst sich mit Nähmaschinen, hier eine Rideau-Nähmaschine. Bild: Isabelle Kürsteiner
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Isabelle Kürsteiner
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