Home Region Rheintal Sport Magazin Schweiz/Ausland Agenda
Au
05.05.2023

Primarschule Au-Heerbrugg: Einsparungspotential gefunden

Schulratspräsident Christian Stricker und seine Ratskollegen haben Einsparungspotentiale ausfindig gemacht
Schulratspräsident Christian Stricker und seine Ratskollegen haben Einsparungspotentiale ausfindig gemacht Bild: Ulrike Huber
Das ursprüngliche Budget 2023 der Primarschule Au-Heerbrugg wurde in einer denkwürdigen Schulbürgerversammlung am 10. März abgelehnt. Es galt, Einsparungsmöglichkeiten zu finden. Am 13. Mai kommt es mit geänderten Zahlen zur Neuauflage.

Es war bei der ordentlichen Schulbürgerversammlung am 10. März wie beim Mensch-ärgere-dich-nicht: Zurück an den Start. Mit grosser Mehrheit lehnten die Schulbürger das vom Primarschulrat und dessen Präsidenten Christian Stricker vorgelegte Budget ab. Die deutliche Steigerung der Bildungskosten seit 2019 von 9,9 Mio. Franken auf 14,191 Mio. für 2023 konnte nicht überzeugend begründet werden.

Kostenexplosion im Bildungsbereich

Die Bürger waren schlicht sauer. Denn schon im Vorfeld war von der politischen Gemeinde kommuniziert worden, dass der Steuerfuss hauptsächlich wegen der Kostenexplosion im Bildungsbereich um gleich zehn Prozentpunkte erhöht werden müsse. Was dann ja auch zur Ablehnung des Gemeindebudgets führte.

In den vergangenen acht Wochen musste also der Primarschulrat nochmals über die Bücher. Um Budgetposten zu finden, die noch Sparpotential bieten. Und laut der an die Haushalte verschickten Erläuterungen zum angepassten Budget 2023 wurde man auch fündig. Es konnte eine Einsparung von netto 413´400 erarbeitet werden. Der gesamte Finanzbedarf würde jetzt 13´778´100 Franken betragen.

Abstimmung über die Sparpakete

Doch wie heisst es schön: Nix ist fix. Es soll über die eruierten Sparpakete einzeln abgestimmt werden. «Wir möchten Ihnen mit diesen Erläuterungen aufzeigen, wo wir Möglichkeiten für Einsparungen sehen, gleichzeitig haben Sie aber auch das Recht zu wissen, was für Konsequenzen daraus resultieren.»

Den Stimmberechtigten wird die Möglichkeit eingeräumt werden, über einzelne Sparpakete abzustimmen. Selbst abzuwägen, ob die möglichen Einsparungen für einen gediegenen und umfassenden Unterricht an den Primarschulen und die ordentliche Instandhaltung der Liegenschaften förderlich und nützlich sind.

Zu viele gebundene Ausgaben

«Leider ist es nicht möglich, ein seriöses Budget aufzustellen, das Einsparungen von CHF 0,5 Mio. – wie an der Bürgerversammlung gefordert – bringt. Die Schule hat zu viele gebundene Ausgaben», ersucht der Primarschulrat um Verständnis für die schwierige Aufgabe. So wurden die kurzfristigen Sparmassnahmen hauptsächlich bei den Liegenschaften und der Informatik ausgemacht.

So könnte der Ersatz der Fenster und Türen beim Probelokal um ein bis drei Jahre verschoben werden, die Umrüstung der Beleuchtung beim Schulhaus Haslach auf LED-Lampen ebenso gestrichen werden, wie die Optimierung des Raumklimas beim Schulhaus Wees, das Schleifen des Parketts in Gruppenraum usw.

Technisch veralteter Standard

Ob die Kürzungen im Informatikbereich, wie etwa der Verzicht auf iPads im Kindergarten und deren Verschiebung um ein Jahr oder die Beibehaltung eines technisch veralteten Standards bei der Telefonanlage oder anderes tatsächlich sinn- und zweckvoll sind, werden die Schulbürger an der ausserordentlichen Versammlung der Primarschulgemeinde am Samstag, 13.Mai 2023, um 09.30 Uhr in der MZH Wees in Au, selbst entscheiden können.

rheintal24/gmh/uh
Demnächst