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Region Rheintal
05.05.2023
04.05.2023 22:52 Uhr

«Über die Grenze» - Fluchtgeschichten über den Alten Rhein

Regierungsrätin Laura Bucher und Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink bei der Präsentation des Buches «Über die Grenze»
Regierungsrätin Laura Bucher und Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink bei der Präsentation des Buches «Über die Grenze» Bild: presse.vorarlberg.at
Nach einer interaktiven Radkarte und einem mobilen Hörweg entlang des Rheins wurde das Projekt «Über die Grenze» nun in Buchform ergänzt. Darin werden 52 Fluchtgeschichten, die die Landesgrenze am Rhein zwischen Vorarlberg und der Schweiz betreffen, geschildert.

«Damit hat das Jüdische Museum Hohenems ein Format für die Vermittlung von Fluchtgeschichten realisiert, das internationale Beachtung findet», sagte die Vorarlberger Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink bei der Buchpräsentation am Dienstag, 2. Mai, im Hohenemser Salomon-Sulzer-Saal.

Zugleich bekräftigte sie die Bereitschaft des Landes Vorarlberg, zum Gelingen eines mit Beteiligung des Jüdischen Museums geplanten grenzüberschreitenden Vermittlungsortes im Rheintal in Zusammenarbeit mit dem Kanton St. Gallen beizutragen. Dieser war bei dieser Buchpräsentation durch Regierungsrätin Laura Bucher vertreten.

Schicksal vieler jüdischer und anderer Flüchtlinge

«Über die Grenze» dokumentiert 52 Fluchtgeschichten, die die Landesgrenze am Rhein zwischen Vorarlberg und der Schweiz zu einem wichtigen Ort der Erinnerung an die Schicksale vieler jüdischer und anderer Flüchtlinge vor der NS-Verfolgung gemacht haben. «Diese ‚Grenzerfahrungen‘ werden sogleich spürbar und im Handumdrehen knüpfen wir Verbindungen ins Heute», so Landesstatthalterin Schöbi-Fink.

Grenzüberschreitende Vernetzung

Vergangene Woche wurde in Bern die Entscheidung getroffen, eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus an der Grenze zu Österreich zu errichten und gleichzeitig neue Angebote zur Vermittlung der Fluchtgeschichten im Raum Diepoldsau zu schaffen. Schöbi-Fink begrüsste das Projekt und betonte insbesondere die Bedeutung der grenzüberschreitenden Vernetzung. Das Projekt soll Menschen und vor allem Schulklassen einen einfachen Zugang zu den Ereignissen und Schicksalen bieten. Das Jüdische Museum Hohenems wurde aufgrund seiner Expertise als Partner angefragt.

rheintal24/gmh/uh/vlk
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