Bereits am Nachmittag tummelten sich Guggengruppen aus nah und fern in den Strassen von Altstätten. Ab 15 Uhr gab es in Marktgasse und am Frauenhofplatz sowie im Zelt beim Rathaus die ersten Konzerte.
Im Mekka der Guggenmusik
Unheiliges Notenwerk
Doch selten hatten die Schrägmusiker bereits nach einem Auftritt genug. Man suchte sich einfach einen anderen Platz und liess die Trompeten und Tubas dort weiter ihr unheiliges Notenwerk verrichten.
Eine offensichtlich volksvereinigende Betätigung. Denn die MItglieder der verschiedenen Guggen verbrüderten sich nach einigen gemeinsamen Bieren gern. Und staunten gegenseitig über die phantasievollen Kostüme und die zerbeulten Blasinstrumente.
Video: Ulrike Huber
Pumperniggel und Rappagugga
Verblüffend, woher die Teilnehmer an dieser Tschätterinacht denn so kamen. Da trafen die Pumperniggel aus Basel auf die Rappagugga Zizers. Die Glöggli Clique war aus Amriswil angereist und die Öpfel-Chlöpfer aus Muolen. Aus allen Teilen der Ost- und Zentralschweiz waren die Schränzer und Rabiatmusiker angereist, um die Gehörgänge der Rheintaler mit ihrem erfrischenden Sound freizublasen.
Es braucht ein gerüttelt Mass an Kondition, um bis zum Ende der Platzkonzerte um 02.00 Uhr morgens, durchzuhalten. Aber wie heisst es so schön in einem Hape-Kerkeling-Lied: «Lustigkeit kennt keine Grenzen, Lustigkeit kennt kein Pardon!»
Spass und Frohsinn
Anyway, am Tag des Tschätteriumzugs und der folgenden Tschätterinacht ist Altstätten zweifellos das Mekka des Guggentums, an dem -zig Musikgruppen die Stadt unsicher machen. Ob im Zelt am Rathausplatz, bei der Sauhalle, auf der Bühne auf der Breite oder den beiden Bühnen beim Frauenhofplatz oder überhaupt in der Marktgasse und im ganzen Städtli. Überall verbreiten Guggenmusiker Spass und Frohsinn.