Die Besserstellung gegenüber Budget beträgt demnach CHF 3'684'560.78, die im Wesentlichen begründet ist mit Mehreinnahmen bei den Kapitalsteuern juristischer Personen von CHF 776'777, Nachzahlungen von Steuern aus den Vorjahren von CHF 515'977.23, Mehrerträgen aus Grundstückgewinnsteuern von CHF 194'071.65 und Quellensteuern von CHF 183'239.70 sowie Handänderungssteuern von CHF 165'984.46. Das Budget 2023 sieht bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 95 % ein Defizit von CHF 2'283'298 vor. Die Reserve zur Deckung künftiger Defizite beträgt CHF 7,67 Mio.
Rechnung 2022 schliesst mit Ertragsüberschuss von CHF 1'445'602.78
Das Budget 2022 rechnete mit einem Defizit und einem Bezug aus der Reserve von CHF 2'238'958. Die Jahresrechnung 2022 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von CHF 1'445'602.78 ab und damit um CHF 3'684'560.78 besser als budgetiert. Der Ertragsüberschuss soll der Reserve für künftige Aufwandüberschüsse zugewiesen werden, die neu rund CHF 7,67 Mio. beträgt.
Zum positiv abweichenden Ergebnis gegenüber dem Budget beigetragen haben im Wesentlichen einerseits Mehreinnahmen bei den Kapitalsteuern juristischer Personen (+ CHF 776'777), bei den Steuern natürlicher Personen aus Vorjahren (+ CHF 515'977.23), den Grundstückgewinnsteuern (+ CHF 194'071.65) und den Handänderungssteuern (CHF 165'984.46) sowie andererseits Minderaufwendungen und Mehrerträge bei der wirtschaftlichen Sozialhilfe (CHF 338'418.96) und Minderaufwendungen beim Finanzbedarf der Schulen (CHF 548'719.65).
Steuerfuss soll bei 95 Prozent bleiben
Das Budget 2023 enthält verschiedene Mehrausgaben und sieht ein Defizit von CHF 2,283 Mio. vor (Vorjahr CHF 2,24 Mio.). Der Gemeinderat geht trotz erwarteter Besserstellung davon aus, dass der Rechnungsabschluss im 2023 negativ sein wird. Der negative Rechnungsabschluss ist mit einem Bezug aus der Reserve von CHF 7,67 Mio. zu decken. Der Finanzplan 2022-2026 zeigt auf, dass bei 95 Steuerprozenten diese Reserve u. a. wegen zusätzlichem Abschreibungsaufwand (CHF 370'000/Jahr) ab 2024 schrittweise bis 2026 auf CHF 3,5 Mio. reduziert wird.
Der Gemeinderat beantragt deshalb, den Gemeindesteuerfuss für das Jahr 2023 bei 95 Steuerprozenten zu belassen.
Zentrum im Städtli über den Erwartungen
Die Erfolgsrechnung des Zentrums im Städtli schliesst deutlich besser als in den Forecasts erwartet mit einem geringeren Aufwandüberschuss von CHF 29'811.44 ab. Die Erfolgsrechnung 2023 sieht einen Aufwandüberschuss von CHF 13'700 vor.
Elektrizitätsversorgung und Wasserversorgung mit Überschüssen
Die Erfolgsrechnung der Elektra schliesst mit einem Ertragsüberschuss von CHF 294'955.21 nach ordentlichen Abschreibungen ab. Die Nettoinvestitionen betrugen im 2022 total CHF 957'483.48 (Budget 2022: CHF 1'961'000). Die Elektra hat ein Guthaben beim Gemeindehaushalt von CHF 659'104.11.
Die Erfolgsrechnung 2023 sieht einen Einnahmenüberschuss von CHF 707'300 vor. Im Budget 2023 sind Investitionen über CHF 2'118'000 geplant. Die ordentlichen Abschreibungen werden auf CHF 170'200 (ohne Auflösung passivierte Anschlussbeiträge) veranschlagt.
Die Erfolgsrechnung der Wasserversorgung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von CHF 222'784.34 nach ordentlichen Abschreibungen ab. Der Überschuss 2022 soll der Reserve Wasserversorgung zugewiesen werden. Die Nettoinvestitionen betrugen im 2022 total CHF 235'140.04 (Budget 2022: CHF 561'000). Die Wasserversorgung ist beim Gemeindehaushalt mit CHF 10'412'246.44 verschuldet.
Die Erfolgsrechnung 2023 rechnet mit einem Ertragsüberschuss von CHF 486'000. Im Budget 2023 sind Investitionen von CHF 930'000 geplant. Die ordentlichen Abschreibungen werden auf CHF 74'000 (ohne Auflösung passivierte Anschlussbeiträge) veranschlagt.