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11.02.2023

Von Rheintaler Team nach 110 Stunden gerettet

Nach 110 Stunden konnte ein 15-jährige Mädchen noch gerettet werden
Nach 110 Stunden konnte ein 15-jährige Mädchen noch gerettet werden Bild: vorarlberg.orf.at
Rettungskräften der SARUV Einheit aus dem vorarlbergischen Rheintal ist es im türkischen Katastrophengebiet zusammen mit anderen Rettungsteams gelungen, ein fünfzehnjähriges Mädchen aus den Trümmern zu retten.

Etwa 110 Stunden nach dem verheerenden Erdbeben konnten die vereinten Einsatzkräfte das Mädchen in der Stadt Kahramanmaras mit Suchhunden aufspüren und zusammen mit anderen Rettungskräften lebend befreien.

Von vielen als Wunder bezeichnet

 Der Such- und Rettungseinheit SARUV des Roten Kreuzes gelang damit eine Rettung, die von vielen als Wunder bezeichnet wird: Gut viereinhalb Tage nach dem verheerenden Erdbeben im Grenzgebiet von Türkei und Syrien konnten Markus Mayr und sein SARUV-Team das Mädchen gegen Mitternacht (Ortszeit) in den Trümmern finden.

Bild: vorarlberg.orf.at

Zusammen mit drei weiteren Teams, nämlich AKDL-Türkei, den britischen S.A.R.A.I.D und @fire aus Deutschland konnte die 15-Jährige aus einem eingestürzten Gebäude geborgen werden. Bei den dort herrschenden, tiefen Temperaturen und nach über 110 Stunden unter den Trümmern sei das «ein wahres Wunder», teilen die Rettungskräfte mit.

Mit Hunden gesucht

«Wir kamen nach einem Erkundungstag zurück ins Camp», schildert Markus Mayr den Hergang im Gespräch mit dem ORF Vorarlberg: «als uns die Engländer von @fire fragten, ob sie unsere Hunde haben könnten. Wir sind natürlich sofort an die Einsatzstelle gekommen und haben festgestellt, dass da noch eine lebende Person drin ist.» Zusammen mit den britischen und deutschen Kollegen haben wir sie dann gegen Mitternacht herausgeholt.

Bild: vorarlberg.orf.at
Bild: vorarlberg.orf.at

Üblicherweise wird nach solchen Katastrophen davon ausgegangen, dass nach 72 Stunden kaum noch Überlebenschancen bestehen. Die 15-Jährige hatte grosses Glück: «Es muss einen Radiator oder eine Art Heizung gegeben haben in dem Hohlraum, in dem sie gefangen war. So konnte sie überleben», meint Mayr.

Für das Team, das immer wieder Menschen nur noch tot bergen kann, sei diese Rettung ein Antrieb, weiter zu suchen: «Das sagt uns, es ist richtig, dass wir da sind und helfen», sagte Mayr im Interview mit dem ORF Vorarlberg am Samstagmorgen: «Das eine Team schläft jetzt und das andere Team bekommt den nächsten Einsatzort zugeteilt.»

rheintal24/gmh/uh/apa/orf
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