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Berneck
31.01.2023
31.01.2023 08:28 Uhr

«Schweiget stille, plaudert nicht»

Anna Gschwend singt und spielt das kaffeesüchtige Liesgen.
Anna Gschwend singt und spielt das kaffeesüchtige Liesgen. Bild: zVg
Das Kulturforum Berneck präsentiert am 10. und 11. März im Ochsensaal eine szenische Aufführung der Kaffeekantate von Johann Sebastian Bach.

Eines der grossen Highlights im Rheintaler Kulturjahr wird die szenische Aufführung von Bachs Kaffeekantate BWV 211 sein. Sie ist bereichert mit barocken Klängen von Antonio Vivaldi (1678 – 1741), Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) und Georg Philipp Telemann (1681 – 1767). Ein genussreicher und geselliger Abend erwartet die Besucher mit herrlicher Tafelmusik, einer heiteren Inszenierung der Kantate und kulinarischen sowie selbstverständlich auch erlesenen Kaffeegenüssen.

Der edle Mokka war in Leipzig zur Barockzeit der letzte Schrei verfeinerter Lebensart, zugleich jedoch auch ein angefeindetes vermeintlich zur Sittenlosigkeit reizendes Modegetränk. Bachs Librettist Picander hat diesen Konflikt 1732 in ein von Vater Schlendrian (interpretiert von Clemens Morgenthaler) und Tochter Liesgen (Anna Gschwend) bestrittenes heiteres Drama verwandelt, das Bach für eine Aufführung seines im Zimmermann‘schen Coffeehaus aufspielenden Collegium musicum vertonte. Den Part des Erzählers singt Jonas Christian Bruder. Die Kantate wird auf charmante Art von den drei Protagonisten gespielt, szenisch neu, humorvoll und ironisch interpretiert. Die Gesamtleitung hat Karl Hardegger inne.

Karl Hardegger studierte nach Abschluss des Lehrerseminars in Sargans am Konservatorium Vorarlberg in Feldkirch Orgel und Piano absolvierte dann das Kapellmeisterstudium in Innsbruck. Karl Hardegger kann auf eine mehrjährige Tätigkeit als Chorleiter, Korrepetitor und Dirigent zurückblicken. Er war zuletzt Hauptlehrer für Schulmusik, Klavier und Orgel an der Kantonsschule Heerbrugg und musikalischer Leiter der Rheintalischen Singgemeinschaft.

Anna Gschwend wuchs in Buchs auf und studierte klassischen Gesang an der Guildhall School of Music and Drama in London, wo sie 2017 «mit Auszeichnung» abschloss. Sie singt auf der Bühne und regelmässig in verschiedenen Ensembles im In- und Ausland. Ein wichtiger Schwerpunkt ihrer solistischen Arbeit liegt im Konzertgesang.

Clemens Morgenthaler wurde in Wertheim/Main geboren. Er studierte Kirchenmusik und Gesang an der Musikhochschule Freiburg und an der Musikhochschule Basel. Sein Repertoire umfasst die Literatur vom Frühbarock bis zur Moderne.Opernengagements, CD-, Fernseh- und Rundfunkaufnahmen sowie zahlreiche Konzerte im In-und Ausland dokumentieren seine künstlerische Tätigkeit.

Jonas Christian Bruder begann schon früh mit seiner Ausbildung an Trompete und Klavier. Er studierte am Konservatorium Trossingen und bei Clemens Morgenthaler am Landeskonservatorium Feldkirch. Als Solist konzertiert er regelmässig in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in England. Sein Repertoire reicht von Monteverdi, Schütz und Mozart bis ins 20. Jahrhundert. Bach ist einer seiner Lieblingskomponisten.

pd/rheintal24
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