Boden ist nicht immer stabil. Dass Boden im grossen Stil abrutscht, ist in Altstätten keine Seltenheit. Deutlich sieht man dies im Wydentobel, wo im Verlaufe der letzten Jahrzehnte grosse Massen an Erd- und Felsmaterial abgerutscht sind. Vor gut 90 Jahren stürzten grosse Massen an Erd- und Felsmaterial ab und rissen sogar die Hauptstrasse mit. Die Stossstrasse musste in der Folge im oberen Teil völlig neu gebaut werden.
Inzwischen ist es keineswegs ruhig geworden. Es kam an anderen Orten zu Rutschungen und Dutzende von Millionen Franken wurden in die Bauchverbauungen investiert. Dies mit dem Ziel, das Tobel zu stabilisieren.
Wieso rutscht es überhaupt? Wie sieht man dies in der Landschaft? Was sind die Folgen? Kann man vorbeugen? Hat dies Auswirkungen auf die Natur und auf die Infrastruktur? Auf Fragen dieser Art gab Exkursionsleiter Meinrad Gschwend Auskunft. Im Verlaufe der Exkursion kam die Gruppe an mehreren Stellen vorbei, an denen man die Fliessbewegungen und deren Folgen besonders deutlich sieht.
Vielfach hat dies mit der Schichtung des Gesteins und vor allem mit dem eindringenden Wasser zu tun. Deswegen gilt es, Wasser kontrolliert abzuleiten und die Böschungen der Bäche entsprechend zu sichern. Das allein bringt aber keine Sicherheit. Das zeigte sich vor zwei Jahren als n rund 125‘000 Kubikmeter Waldboden ins Rutschen gerieten und rissen den ganzen Wald mit sich rissen.