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Widnau
04.08.2022
04.08.2022 15:45 Uhr

«Spirituelle Begleitung auch im neuen Haus sichergestellt»

Blick in den Mehrzweckraum
Blick in den Mehrzweckraum Bild: pd
Aufgrund einer Bemerkung des Pfarreibeauftragten Georg Changeth während der Messe zum Patrozinium am 31. Juli haben einige Kirchbürger Fragen zur spirituellen und konfessionellen Begleitung im neuen Zentrum Zehntfeld gestellt. Diese hat die Gemeinde nun beantwortet.

Der Bau des neuen Alters- und Pflegezentrums Zehntfeld schreitet planmässig voran. Die Eröffnung und der Umzug ins neue Haus sind für Sommer 2023 geplant.

Nach sorgfältiger Planung haben die Bürgerinnen und Bürger am 23. September 2018 den Kredit für den Neubau bewilligt. Die Bürgerschaft musste den Investitionskosten kreditrechtlich zustimmen, obwohl das Alters- und Pflegezentrum ohne Steuergelder eigenwirtschaftlich funktionieren muss.

Ein offenes Haus

Der Gemeinderat hat sich entschieden, im Zehntfeld das bisher schon im Augiessen erfolgreich umgesetzte Konzept der integrativen Pflege weiterzuführen.

Dies bedeutet, dass auch Menschen mit dementiellen Erkrankungen nicht in speziellen Abteilungen separiert werden. Vielmehr wird der Alltag im Hause so gestaltet, dass Menschen mit Orientierungsschwierigkeiten in das Alltagsleben integriert werden.

Zum integrativen Pflegekonzept passt auch die klare Positionierung: «Das Zehntfeld ist ein offenes Haus», so Gemeindepräsidentin Christa Köppel. Es steht im Zentrum der Gemeinde; verfügt über eine attraktive Gastronomie und einen Park, der allen offen steht.

Bild: pd

Spirituelle Begleitung und liturgische Angebote

Das Zehntfeld ist offen für Menschen unterschiedlicher Lebenserfahrungen, unterschiedlichen Glaubens und aller Konfessionen. Das hat der Gemeinderat bereits in der Abstimmungsbroschüre so deklariert. Dort wird auch der «Raum der Stille» beschrieben, der sowohl Bewohnern wie externen Gästen zugänglich ist, die Ruhe und Einkehr suchen.

Gefragt nach den Möglichkeiten für Gottesdienste, so verfügt das Haus im Weiteren über einen bestens ausgestatteten Mehrzweckraum, wo feierliche Gottesdienste und andere Gemeinschaftserlebnisse abgehalten werden können.

An einer kürzlichen Aussprache mit dem katholischen Pfarreibeauftragten, dem evangelischen Pfarrer sowie Vertretern der Katholischen Kirchenverwaltung und der Präsidentin des Pfarreirates wurden die vielfältigen Möglichkeiten, im neuen Haus auch liturgische Angebote durchzuführen, nochmals ausführlich besprochen.

Auf Wunsch stehen den Religionsgemeinschaften abschliessbare Schränke zur Verfügung, wo sich liturgische Gegenstände aufbewahren lassen. Die Gemeinde hat darauf hingewiesen, dass Innovation willkommen ist. So können auch im sogenannten Gartenzimmer, ja sogar im Garten selber Gottesdienste abgehalten werden.

Die verschiedenen Optionen wurden beim Gespräch von allen Beteiligten gutgeheissen. Selbstverständlich sind bei allen liturgischen Handlungen die christlichen Symbole Teil davon; sie werden nicht ausgeschlossen.

Das neue Zehntfeld ist ein offenes Haus, in dem unterschiedlichste Menschen ein Zuhause finden. Das entspricht auch den Vorstellungen der Kirchenverwaltung: «Wir stehen für eine weltoffene Kirche ein, die auch anderen Religionen ihren Platz lässt und alle Menschen einbezieht. Wir möchten ein Miteinander und nicht ein Ausschliessendes. Das Miteinander ist im neuen Alterszentrum Zehntfeld sehr gut möglich», so Jean-Pierre Chéreau, Präsident der Katholischen Kirchenverwaltung Widnau.

pd/rheintal24.ch