Home Region Sport Magazin In-/Ausland Agenda
Rebstein
22.06.2022

Sonnenbräu präsentiert «Lernendenbier»

Steffen Pawlak (1. Braumeister), Claudia Keel-Graf (Geschäftsführerin), Endo Federli (Lehrling 3. Lehrjahr), Mathias Büchel (Gerstenlandwirt)
Steffen Pawlak (1. Braumeister), Claudia Keel-Graf (Geschäftsführerin), Endo Federli (Lehrling 3. Lehrjahr), Mathias Büchel (Gerstenlandwirt) Bild: zVg
Die Brauerei Sonnenbräu aus Rebstein setzt sich seit jeher für einen geringen Verbrauch an Ressourcen und der Verwendung von einheimischen Rohstoffen ein. Ein Projekt, das dies unterstreicht, ist die Lancierung von Sonnenbräu «Nochbuur». Gleichzeitig wurde ein erstes Lehrlingsbier lanciert.

Die Sonnenbräu lässt seit vielen Jahren Braugerste in der Region anpflanzen. Dank der konstant guten Leistung ihrer Braugerstenbauern stellt die Sonnenbräu mit regionaler Braugerste das Rheintaler Maisbier und nun auch das Nochbuur mit Gerste aus Ruggell und Weite her.

Diese Regionalität ist elementar für das Culinarium-Zertifikat, das beide Produkte vorweisen können. Es garantiert dem Konsument, dass 80 Prozent der Rohstoffe aus der Region stammen.

Die Sonnenbräu hat als Pionierin vor über 30 Jahren zusammen mit dem Landwirtschaftlichen Zentrum Salez den Anbau von Schweizer Braugerste wiederbelebt. Einer der Bauern und wichtiger Partner in diesem Projekt ist Gerstenlandwirt Mathias Büchel aus Ruggell. Auf seinem Gerstenfeld wurde die neue Sonnenbräu-Kreation Nochbuur vorgestellt. «Projekte wie diese sind ein wichtiger Eckpfeiler in unserer Firmenphilosophie», so Sonnenbräu-Geschäftsführerin Claudia Keel-Graf.

Mathias Büchel an der Gerstenfeld PK Bild: zVg

Regionalität immer wichtiger

Dank Landwirten wie Mathias Büchel lebt die Sonnenbräu das Motto: Bier braucht Heimat. Denn in den letzten 20 Jahren haben in der Konsumgüterindustrie viele internationale Marken die typischen Schweizer Marken verdrängt. Die Globalisierung der Märkte und dessen Produkte konnten jedoch den Regionalmarken kaum etwas anhaben. Im Gegenteil, die Globalisierung löste als Gegenbewegung eine Regionalisierung aus.

So erfreuen sich kleine Brauereien weltweit immer grösserer Beliebtheit. Vielerorts werden neue kleine Brauereien gegründet. «Als Rheintaler Brauerei profitieren auch wir von dieser Regionalisierung und schauen deshalb mit Begeisterung in die Zukunft», so Keel-Graf.

Endo Federli Bild: zVg

Sonnenbräu lanciert limitiertes «Lernendenbier Märzen»

Zum Thema Nachhaltigkeit gehört auch die Nachwuchsförderung. Die Rheintaler Brauerei bildet schon viele Jahre Lebensmitteltechnologen Fachrichtung Bier (Bierbrauer) aus.

Den Event auf dem Gerstenfeld von Matthias Büchel nutzte die Sonnenbräu, um das erste Lehrlingsbier der Sonnenbräu vorzustellen. «Wir haben in der Schweiz immer noch ein Mangel an 'Brauernachwuchs'», so Claudia Keel-Graf. «Als Wertschätzung für unseren Lernenden haben wir deshalb entschieden, dass sie selbst ein Bier entwickeln dürfen, das kommenden Samstag auf den Markt kommt.»

Lernendenbier Märzen Bild: zVg

Endo Federli entwickelt Bier selber

Endo Federli, der seine Lehre in der Sonnenbräu im Sommer abschliesst, hatte freie Wahl beim Bierstil. Entstanden ist ein Märzen-Bier mit 5.5% Alkoholvolumen.

«Endo Federli ist es gelungen, ein vollmundiges und gehaltvolles Bier zu brauen. Ich bin begeistert vom Endresultat», meint Claudia Keel-Graf. Für sein Märzen-Bier verwendete Federli Münchner-, Wiener-, Pilsner- und Caramalz sowie Bourbon-Vanilleschoten. Das untergärige, bronzefarbene Bier besticht durch seinen malzbasierten Duft mit einem Hauch Vanille und Biskuits.

«Mit dem Bier möchten wir unserem Lernenden Endo Federli eine Plattform bieten und den Jugendlichen zeigen, was ein Lebensmitteltechnologe selbstständig entwickeln und erstellen kann. Wir hoffen, es motiviert, dass Jugendliche sich für diesen hochspannenden Beruf entscheiden», sagt die Sonnenbräu-Geschäftsführerin.

Bereits am Freitag bekommen die Mitglieder vom Sonnenbräu-Fanclub die Chance, einen Tag vor Verkaufsstart, das Lehrlingsbier zu degustieren. Es ist auf 3000 Flaschen limitiert.

pd/rheintal24