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Heerbrugg
19.05.2022

Fernweh mit Marianne Schmid

Werke: St.Gallen Hauptbahnhof
Werke: St.Gallen Hauptbahnhof Bild: zVg
Fernweh ist der Titel der Ausstellung im Stellwerk, vom 20. bis 29. Mai mit Bildern aus Papier. Die gebürtige Rheineckerin Marianne Schmid, stellt zum ersten Mal im Rheintal aus.

Marianne Schmid ist in Rheineck geboren und aufgewachsen. Heute lebt sie mit ihrem Partner auf einem Weingut mit Gästehaus in Italien im Piemont, wo sie sich auch ihr Atelier eingerichtet hat. Kunst ist seit einigen Jahren ihr Beruf und nebenbei hilft sie ihrem Partner auf dem Weingut. Lange Zeit hat Marianne Schmid in der Zentralschweiz gelebt und gearbeitet. Und auch heute noch pflegt sie den Kontakt nach Luzern ebenso, wie die Verbundenheit zum Rheintal. Marianne hat schon öfters in Italien ausgestellt, jedoch noch nie in ihrer alten Heimat, dem St. Galler Rheintal.

Marianne Schmid Bild: zVg

Papier ist das Lieblingsmaterial von Marianne Schmid, daraus lässt sie Bilder entstehen. Sie umschreibt ihre Arbeiten, in der von ihr entwickelten Technik, als «zwischen den Dimensionen». Die Bildwerke sind in mehreren Lagen aus Papier gefertigt und installiert, was eine Dreidimensionalität erwirkt. Dabei leben die Bilder vom Schattenwurf der einzelnen Lagen. Je nach Art der Montage, rückt diese eine rückwärtige oder natürliche Beleuchtung von vorne ins richtige Licht. Dabei gelingt es der Künstlerin, Zwischenräume zu bespielen, die neue Perspektiven eröffnen.

Basis der Arbeiten ist meistens ein Foto, welches Marianne Schmid digital bearbeitet und dann in die entsprechenden Schichten schneidet. Marianne meint dazu: «Zeitgenössische Kunst bedeutet für mich auch, mit Techniken unserer Zeit zu arbeiten. Handarbeit kommt dann bei Schnitt und Montage zum Tragen.»

Aber auch das Zeichnen und die Aquarellmalerei liegt ihr. Beispielsweise hat sie für ihr letztes Projekt, das Basisblatt jeweils mit Aquarellfarbe koloriert. Reine Aquarellbilder und Zeichnungen entstehen heute aber nur noch sehr selten. Einen Wiedererkennungswert haben die Werke durch das Siegel als Signatur, welches die Künstlerin seit fünf Jahren verwendet. Für ein nächstes spannendes Projekt sucht die Künstlerin nach einer Fotografin oder einem Fotografen, um ein Projekt zu realisieren, das die originale Fotografie und ihre Interpretation zeigt.

Die Ausstellung im Stellwerk erzählt von Fernweh und zeigt Bilder aus ganz Europa. Entstanden sind die Arbeiten in den letzten beiden entbehrungsreichen Jahren mit eingeschränkter Reise- und Mobiltätsfreiheit. 

Geöffnet ist das Stellwerk vom 20. bis 29. Mai, freitags von 18-20 Uhr und samstags und sonntags von 14-18 Uhr.

pd/rheintal24