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Rebstein
08.12.2021
08.12.2021 16:49 Uhr

Knall in Rebstein - Eggenberger demissioniert auf Ende 2022

Der Rebsteiner Gemeindepräsident Andreas Eggenberger mit Weitblick über das Rheintal. Per Ende 2022 wird er sein politisches Amt niederlegen.
Der Rebsteiner Gemeindepräsident Andreas Eggenberger mit Weitblick über das Rheintal. Per Ende 2022 wird er sein politisches Amt niederlegen. Bild: Ralph Dietsche
Andreas Eggenberger tritt per 31. Dezember 2022 von seinem Amt als Gemeindepräsident von Rebstein zurück. Der 62-jährige FDP-Politiker hat seine Demission beim Gemeinderat eingereicht. Heute hat er die Mitarbeitenden der Gemeinde sowie die Parteien über den Entscheid orientiert.

Seit dem Jahr 2010 steht Andreas Eggenberger der Gemeinde Rebstein vor. Nun hat er sich entschieden per 31. Dezember 2022 vorzeitig aus dem Amt zu scheiden. Mit diesem Schritt will der Gemeindepräsident einen idealen Wissenstransfer innerhalb des Gemeinderates sicherstellen. «Ende 2024 stehen Gesamterneuerungswahlen an. Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, wenn sich der neue Gemeindepräsident/in bis dann in die vielfältigen Themen einarbeiten kann. Zumal es dann innerhalb des Gemeinderates zu weiteren personellen Veränderungen kommen könnte», begründet Andreas Eggenberger seinen Entscheid. Mit diesem Schritt will er zur Stabilität und verlässlichen Entwicklung des Gemeinwesens beitragen.

Durch die frühzeitige Kommunikation seiner Demission möchte Andreas Eggenberger zudem interessierten Personen und den Parteien die Möglichkeit gewähren, sich frühzeitig mit seiner Nachfolge zu befassen: «Mir liegt Rebstein nach wie vor sehr am Herzen. Deshalb ist es mir wichtig, dass genügend Zeit bleibt geeignete Persönlichkeiten zu finden, die sich zur Wahl zur Verfügung stellen oder damit sich diese auf eine Kandidatur vorbereiten können.»

Weiterhin voll motiviert

Die Arbeit als Gemeindepräsident von Rebstein gefällt Andreas Eggenberger nach wie vor. Ihm und dem gesamten Gemeinderat ist es in den vergangenen Jahren zusammen mit der Bevölkerung und der Verwaltung gelungen, Rebstein positiv zu entwickeln. «Daran wird sich durch meine frühzeitige Rücktritts-Ankündigung nichts ändern.

Ich werde bis zum letzten Tag vollen Einsatz für unsere Gemeinde leisten. Bei Bedarf sogar darüber hinaus», erklärt Andreas Eggenberger. Er hat dem Gemeinderat bei seiner Demissionseingabe anerboten, gewisse Projekte nach seinem Ausscheiden aus dem Amt auf Mandatsbasis weiterzuführen. Spontan denkt er beispielsweise an den Neubau des Altersheim Geserhus. Mit diesem Entgegenkommen könnte die Gemeinde, respektive der Zweckverband, einen nahtlosen Übergang sicherstellen.

Wissen zur Verfügung stellen

Als Gemeindepräsident, langjähriger Kantonsrat, Verwaltungsrat und Präsident verschiedener Organisationen sowie als ehemaliger Unternehmer hat sich Andreas Eggenberger während seiner beruflichen und politischen Laufbahn ein breites Wissen und Netzwerk aufgebaut. Dieses will er nach seiner Tätigkeit als Gemeindepräsident für auserwählte Projekte zur Verfügung stellen. «Ich kann mir gut vorstellen meine berufliche Karriere in der Selbständigkeit abzuschliessen», blickt Andreas Eggenberger in die Zukunft.

Rheintal24 wollte von Andreas Eggenberger wissen, ob es schon Konkretes zu seiner allfälligen Selbständigkeit ab 2023 zu berichten gäbe. «Aktuell ist noch nichts spruchreif. Bis Ende 2022 werde ich meine ganze Schaffenskraft für unsere Gemeinde einsetzen. Ich freue mich auf die verbleibende Zeit im Amt, die Herausforderungen und die Begegnungen. Ich habe mir vorgenommen, diese noch bewusster wahrzunehmen,» so der Rebsteiner Gemeindepräsident. 

Für FDP-Ortsparteipräsident Reto Metzler kommt der angekündigte Rücktritt nicht überraschend: «Andreas Eggenberger hat schon bei seiner Wahl im letzten Jahr mitgeteilt, dass diese Legislatur seine letzte sein wird. Auch liess er zum damaligen Zeitpunkt offen, allenfalls schon früher zurückzutreten.» Die Suche nach einem Nachfolger ist gemäss Metzler bereits im Gange: «Wir haben die Fühler nach möglichen Kandidaten ausgestreckt und Gespräche geführt. Und selbstverständlich hat die FDP Rebstein den Anspruch, für die Nachfolge von Andreas Eggenberger einen valablen Kandidaten zu präsentieren.»

Metzler bestätigt auch, dass der Zeitpunkt des Rücktritts seines Parteikollegen grundsätzlich optimal sei. Man habe jetzt genügend Zeit, einen geeigneten Nachfolger zu finden und werde möglichst bald mit den anderen Rebsteiner Parteien zusammensitzen. Auch eine Findungskommission sei grundsätzlich nicht abwegig. Die Wahl des neuen Rebsteiner Gemeindepräsidenten wird wohl im September 2022 erfolgen.

pd/rheintal24