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06.12.2021

Biodiversität im öffentlichen Raum

Gemeinsam diskutieren Mitarbeitende der Rheintaler Gemeinden über Pflegemassnahmen in öffentlichen Räumen (Beispiel Dürrenbommert in Berneck)
Gemeinsam diskutieren Mitarbeitende der Rheintaler Gemeinden über Pflegemassnahmen in öffentlichen Räumen (Beispiel Dürrenbommert in Berneck) Bild: zVg
Einmal im Jahr lädt der Verein St.Galler Rheintal im Rahmen des Projekts «Grünes Band» die Mitarbeitenden der Rheintaler Werkhöfe und öffentlicher Unternehmungen zu einem Biodiversitäts-Workshop und Erfahrungsaustausch ein.

Die diesjährige Veranstaltung fand in Au und Berneck statt. Schwerpunkt war die Pflege öffentlicher Grünflächen mit Rücksicht auf die Biodiversität.

Rund 20 Personen von St. Margrethen bis Rüthi trafen sich im Werkhof der Gemeinde Au. Nach der Begrüssung durch Rolf Huber, Gemeindepräsident Oberriet und Präsident der Fachgruppe Siedlung und Landschaft, blickte Andreas Mathieu, Projektleiter Verein St.Galler Rheintal, auf die vergangenen Anlässe zurück. Anschliessend informierte Thomas Oesch, OePlan GmbH, über aktuelle Entwicklungen bezüglich Biodiversität im Rheintal. Er stellte fest, dass in der Bevölkerung ein Bewusstsein für das Thema und die Dringlichkeit von Massnahmen zum Schutz der Biodiversität und auch bezüglich Klimawandel vorhanden ist.

Beispiele aus den Gemeinden zeigten, dass für den langfristigen Werterhalt neu erstellter Flächen immer wieder ein Beobachten und gezieltes Eingreifen notwendig ist. Themen wie Neophyten, Sauberkeitsbedürfnis der Bevölkerung, Nutzen für die Biodiversität sollen bei der Pflege berücksichtigt und gegeneinander abgewogen werden.

Nach dem Input wurden verschiedene praktische Beispiele in Berneck und Au angeschaut und diskutiert. Dazu gehörte auch das Hochwasserrückhaltebecken Dürrenbommert in Berneck. Achim Olschewski, Leiter Bauen und Ortsentwicklung Berneck, orientierte über die dortigen Pflegemassnahmen. Das Gebiet spielt neben dem Hochwasserschutz auch eine wichtige Rolle als Naherholungsgebiet und zur Förderung der Artenvielfalt.

Nach den Praxisbeispielen erläuterte Fabia Knechtle Glogger das Neophyten-Konzept der Gemeinden Au und Berneck und Daniel Hutter, Bereichsleiter Unterhalt Gemeinde Au, das Projekt Hochwasserschutz Littenbach-Ächeli. Ein Projekt bei welchem neben dem Hochwasserschutz auch die Naherholung und Biodiversität einen hohen Stellenwert haben wird. Indem die Pflege bereits bei der Planung mitgedacht wird, können hier wertvolle Lebensräume entstehen.

Die informative Weiterbildung wurde von den Teilnehmenden geschätzt und als Möglichkeit zum Austausch genutzt.

pd/rheintal24