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Marbach
01.10.2022

Ein Song für «la Mamma»

Mario Borrelli und seine Band gaben ein mitreissendes Konzert
Mario Borrelli und seine Band gaben ein mitreissendes Konzert Bild: Ulrike Huber
Der Rheintaler Italo-Rock und Pop-Barde Mario Borrelli hat mit seiner Band am Freitagabend in der Bühne Marbach ein herzliches, mitreissendes und intimes Konzert gegeben.

Es war der wohl bewegendste Moment in einem an emotionalen Momenten wahrlich nicht armen Konzertabend. Als Mario Borrelli, der italienisch singende Stimmgigant aus Marbach, extra für seine ebenfalls im Raum der Bühne Marbach befindliche Mutter über deren Wunsch den Song «Caruso» von Lucio Dalla anstimmte.

Borrelli trug hauptsächlich Eigenkompositionen vor Bild: Ulrike Huber

Klassischer Tenor verloren gegangen

Wer da genau hinhörte, war sich schnell darüber im Klaren, dass an Borrelli ein klassischer Tenor verloren gegangen ist. Doch zum Glück für seine Fans hat er sich als Singer/Songwriter dem Rock und Pop zugewendet. «Caruso» ist auch insofern eine Ausnahme, dass er ansonsten keine Coversongs singt.

Video: Ulrike Huber

So waren auch die Stücke seines Konzerts am Freitagabend alle selbstkomponiert. Entweder allein oder mit Saki Hatzigeorgiou, dem bekannten griechischen Guitarrero. Oder mit Vasilis Kotarelas, der den auf griechisch gesungenen Song «Zoume» mitersonnen hat und auch stimmlich verstärkte.

  • Borrelli und Band: vl. Vasilis Kotarelas, Saki Hatzigeorgiou, Pascal Huber, Mario Borrelli, Winnie Bucher und Reto Kuster Bild: Ulrike Huber
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  • Bild: Ulrike Huber
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Weltbekannte Liebesgeschichte

Neben den Songs seines letzten Albums «Specchiati» standen auch Lieder aus Borrellis früheren Alben auf dem Programm. So etwa das ewig schöne «Romeo e Julia», eine Popballade über diese weltbekannte Liebesgeschichte.

Saki Hatzigeorgiou Bild: Ulrike Huber

Ganz bei sich ist Mario Borrelli auch bei der Ballade «Canterai». Ein spärlich nur mit Piano und Gitarre instrumentiertes Lied, das den Beginn der Zusammenarbeit von Borrelli und Hatzigeorgiou markiert. Umso eindringlicher die Wirkung auf Herz und Seele.

Reto Kuster Bild: Ulrike Huber

Wie auch der Titelsong des neuen Albums «Specchiati». Schon 2015 komponiert, wurde dabei das Schicksal von Flüchtlingen beschrieben. Die doch genau dieselben Menschen sind wie wir. Dafür, dass die Musik von Borrelli so einmalig und mit grösstem Wiedererkennungswert über die Rampe kommen, sind natürlich auch seine Mitspieler in seiner Band verantwortlich.

  • Fliegen wie ein Engel mit dem Song «Siamo tutti angeli» Bild: Ulrike Huber
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Kongenialer Partner

Da ist einmal Borrellis kongenialer Partner Saki Hatzigeorgiou. Wenn er auf seinen Gitarren oder auf seiner Bouzouki, wie etwa beim Song «Liberta» zu Soli ansetzt, wird deutlich, was für ein grossartiger Saitenzupfer da auf der Bühne steht. Nicht minder gut sein Gitarrenpartner Vasilis Kotarelas.

Vasilis Kotarelas Bild: Ulrike Huber

Für den richtigen Sound sorgte auch Pascal Huber an den Keyboards. Einfühlsam, stets präsent und mit sanftem Tastenanschlag. Wie auch Winnie Bucher am Bass. Gut gelaunt zupfte sich der Rhythmusgeber durch den Abend.

Winnie Bucher und Reto Kuster Bild: Ulrike Huber

Gut gelaunt zeigte sich auch Reto Kuster an den Drums. Ein exakt spielender, aber auch jederzeit für eine Improvisation zu habender Schlagzeuger und Percussionist. Der Taktgeber für die ganze Band.

Pascal Huber Bild: Ulrike Huber

Phantastisch, emotional und schön

Ja, es war wieder ein phantastischer, emotionaler und ganz einfach schöner Konzertabend mit der Musik von Mario Borrelli. Mit begeistertem Publikum, das im intimen Rahmen der Bühne Marbach vehement eine Zugabe forderte. Und natürlich auch serviert bekam.

Die Musiker durften den verdienten Applaus entgegennehmen Bild: Ulrike Huber

Nämlich das Lied «Siamo tutti angeli». Wir sind alle Engel. Ein einschmeichelnder Song, eine einschmeichelnde Melodie. Und eine Melodie, die exakt zu den Flugbewegungen mit den Händen passte, die Borrelli auf der Bühne vollführte und die gleich das ganze Publikum mitmachte. Passend als Abschlusssong. Denn die Zuhörer sind beflügelt von der Musik dieses Abends anschliessend wie auf Wolken nach Hause geschwebt.

rheintal24/gmh/uh