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Kultur
22.06.2022

Probenbeginn auf der Seebühne

Diese Woche haben die Proben für «Madame Butterfly »auf der Bregenzer Seebühne begonnen
Diese Woche haben die Proben für «Madame Butterfly »auf der Bregenzer Seebühne begonnen Bild: Bregenzer Festspiele Dietmar Mathis
Die Proben für das diesjährige Spiel auf dem See haben begonnen. Giacomo Puccinis “Madame Butterfly” Premiere ist am 20. Juli.

Mit der Premiere von «Madame Butterfly» werden am 20. Juli die 76. Bregenzer Festspiele eröffnet. Regie führt Andreas Homoki, Enrique Mazzola und Yi-Chen Lin dirigieren. Es spielen die Wiener Symphoniker. Derzeit sind 85 Prozent der Tickets für das Spiel auf dem See bereits verkauft. Für einige Aufführungen, besonders im August, gebe es aber noch Tickets, erklärte Pressesprecher Axel Renner auf APA-Anfrage.

Der wichtigste Schritt

«Das ist der beste Tag des ganzen Jahres. Viele Jahre haben wir auf ihn hingearbeitet», sagte Festspiel-Intendantin Elisabeth Sobotka zum Probenbeginn zur VN. «Nun kommt der letzte und wichtigste Schritt.»

Die Handlung der 1904 uraufgeführten Oper konzentriert sich auf die junge Japanerin Cio-Cio San, und den amerikanischen Leutnant Pinkerton. Für Regisseur Andreas Homoki ist die Kombination dieser intimen Stimmung mit der großen Bühne im See kein Widerspruch: Die emotionale Energie sei immens - und damit das Stück auf der Seebühne richtig. Cio-Cio San sieht er als «grosse, kompromisslose Heldin. Selbst um den Preis ihres Lebens hält sie an ihrer Würde, ihrer Selbstbestimmung fest.»

300 Tonnen schweres «Stück Papier»

Der Star dieser Aufführung wird mit Sicherheit wieder die Seebühne selbst sein. Eine der grössten Freilichbühnen der Welt. Das Bühnenbild besteht aus einem 300 Tonnen schweren «Stück Papier» aus Stahl, Styropor, Holz und Fassadenputz. Zart und verletzlich, zerknüllt und ins Wasser geworfen, stelle es ein «Spiegelbild der Seele» der Madame Butterfly genannten Geisha Cio-Cio-San dar, erklärte Intendantin Elisabeth Sobotka im Vorfeld. Vor der Bühne schwimmt ein überdimensionales Papierbötchen im See.

rheintal24/gmh/uh