Home Region Sport Magazin In-/Ausland Agenda
Region
14.01.2022

Was sagen Schulen zur Maskentragempfehlung?

Die Maskentragepflicht wird nicht lange andauern und ab Anfang Februar von einer Maskentragempfehlung abgelöst
Die Maskentragepflicht wird nicht lange andauern und ab Anfang Februar von einer Maskentragempfehlung abgelöst Bild: koenig-landl.at
Der Bildungsrat des Kantons St.Gallen hat überraschend verfügt, dass ab Februar keine Maskentragpflicht an Schulen mehr besteht, sondern dass lediglich eine dringende Empfehlung ausgesprochen wird. Was sagt man in Schulen in Diepoldsau und Altstätten dazu?

«Wir konnten bei uns in Diepoldsau bisher keinen grossen Widerstand der Eltern gegen die Maskentragpflicht ab der vierten Schulstufe feststellen», zeigt sich der Diepoldsauer Schulratspräsident Patrick Spirig erleichtert, «was aber natürlich legitim wäre. Aber ich bin froh, dass wir uns so auf das Wesentliche im Schulbetrieb konzentrieren können, das ohnehin derzeit schon schwierig genug ist.»

Diepoldsaus Schulratspräsident Patrick Spirig Bild: Ulrike Huber

Krankheitsbedingter Ausfall

So könne er seine Zeit anders einsetzen, ohne sich etwa um Mahnwachen vor den Schulen kümmern zu müssen. «Mit der Corona-Situation und dem krankheitsbedingten Ausfall von Lehrkräften und Schülern haben die Kolleginnen und Kollegen genug zu tun, das Thema ist auch so schon fordernd genug.»

Die Maskentragempfehlung des Kantons ab Anfang Februar würde er aus seiner Sicht unbedingt unterstützen, werde dabei aber nicht auf Konfrontationskurs zu den Eltern gehen, die die Maske für ihr Kind als ungesund betrachten. «Die Maske ist doch ein einfaches Hilfsmittel, das uns darin unterstützt, dass es möglichst wenige Erkrankungen und Ausfälle gibt. Besonders auch unter den Lehrerinnen und Lehrern, die geschützt werden müssen. Ich selbst würde auch ganz klar eine Impfempfehlung abgeben. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung.»

Skilager verschoben, wo Verschiebung möglich war

Bei den Skilagern, deren Durchführung in der derzeitigen Situation mit Inzidenzzahlen weit über 1000 natürlich zu prüfen ist, hat man in Diepoldsau eine pragmatische Lösung gefunden. Jene fünf Skilager, die eigentlich in Woche fünf des Jahres stattfinden sollten, und die in Abrede mit den Unterkunftgebern verschoben werden konnten, wurden verschoben.

Und jene, die nicht verschoben werden konnten, wurden in Skitage umgewandelt. «Da fahren wir mit dem Bus direkt von der Schule weg ins Skigebiet Grüsch in der Nähe von Landquart und sind am Abend jeweils wieder da.» Wobei diese Skitage freiwillig sind. Wer nicht mitfahren will, für den wird in der Schule ein Alternativprogramm eingerichtet.

Schulleiter Sandro Hess: Das Thema «Maskentrageempfehlung» muss erst noch intern besprochen werden Bild: Ulrike Huber

Thema muss noch intern besprochen werden

Eine Situation, die sich auch in den Stellungnahme anderer Schulverantwortlicher wiederspiegelt. So meint der Altstätter Schulleiter Sandro Hess vom Schulhaus Feld: «Was ich derzeit sagen kann, ist, dass wir das Thema Maskentrageempfehlung erst noch intern besprechen müssen. Die Skilager der Oberstufe Altstätten, welche noch in diesem Januar stattgefunden hätten, haben wir verschoben. Es finden stattdessen zusätzliche Sommerlager statt.»

rheintal24/gmh/uh